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Waldorfschule Dresden
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Molt Schule Als freie Tagesschule wurde die heutige Emil Molt Schule 1952 von Erika Birkner und Charlotte Beier auf einem verwilderten, aber ruhigem Grundstück im Berliner Bezirk Zehlendorf gegründet, um Jugendliche buchstäblich von der Straße in die vom Krieg übriggebliebenen Steinbaracken zu holen; junge Menschen, die in die Norm des wiedererstehenden Schulsystems nicht hineinpassten. Das öffentliche Interesse an dieser "Sonderpädagogik" wurde allmählich größer, und es entwickelte sich eine fruchtbare Arbeit. Der pädagogische Mut der Gründerinnen und des von ihnen herangezogenen Kollegiums ließ in drei Jahrzehnten den Humus gedeihen, in den ab 1982 eine einheitliche Grundschule und eine Höhere Schule eingepflanzt wurden. Heute ist sie eine einzügige Waldorfschule mit ca. 350 Schülern in den Klassen 1 bis 12 und 34 Lehrern. Die 13. Klasse und das Abitur werden gemeinsam mit der Rudolf Steiner Schule durchgeführt. Die Oberstufe (Klasse 9 bis 12) ist im "Roten Bau" untergebracht. Zusätzlich zu der üblichen Gestaltung der Oberstufe werden an der Emil Molt Schule zwei dreiwöchige Praktika durchgeführt, auf die großer Wert gelegt wird. In der 11. Klasse findet das Industrie-Praktikum statt, in dem die Schüler mit der Arbeitssituation in einem Gesellschaftsbereich konfrontiert werden, der zu den Grundlagen der Wirtschaft gehört. In der 12. Klasse arbeiten die Schüler im Rahmen eines Sozialpraktikums mit Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, also z.B. Kranken, Behinderten, Obdachlosen oder alten Menschen. Obwohl das Schulschiff jetzt in recht ruhigem Fahrwasser schwimmt und eine feste Gestalt angenommen hat, ist es Wille der Schulgemeinschaft, diese Gestalt wandlungsfähig zu lassen. |